Von Code und Kuchen • Rails Girls in Frankfurt

rails girls cake

Nachdem ich letztes Jahr die Forschung an den Nagel gehängt habe, fiel auch schlagartig eine große Hassliebe weg: Das Programmieren. Ob nun die Auswertung von Daten mit gefühlten drölfzigtausend Dimensionen oder der maximal hübschen Darstellung ebendieser – die vielen Zeilen kryptischen Codes waren mir nach der anfänglichen Abneigung ans Herz gewachsen und jetzt brauchte ich sie schlichtweg nicht mehr. Um den Liebeskummer zu lindern manipulierte ich hier und da ein paar HTML-Befehle, ergab mich aber meinem Schicksal. Bis ich von den Techettes hörte. Da gibt es doch tatsächlich diesen Verein von Frauen in technischen Berufen, die das alles für andere Frauen einfacher und zugänglicher machen wollen. Zum Beispiel mit so tollen Veranstaltungen wie dem Rails Girls Workshop.

Letztes Wochenende hatte ich das große Vergnügen an der 4. Ausgabe in Frankfurt teilzunehmen. Neben viel Pizza und viel Kuchen (kein Scherz) gab es auch viel Lernstoff. So völlig ohne Ahnung von Webentwicklung war ich am Anfang fast genauso verwirrt wie bei meinen ersten Versuchen vor 5 Jahren. Ich durfte aber schnell feststellen, dass es sich mit Programmiersprachen ähnlich verhält wie mit anderen Sprachen auch: Wenn man schon Französisch kann, fällt Italienisch lernen nicht mehr so schwer. Die gefühlte Hälfte der Zeit wusste ich zwar nicht was ich tue, aber zu 95% kam trotzdem irgendwann raus, was ich wollte. Das war vor allem den tollen Coaches und netten Mitstreiterinnen zu verdanken. Und es stimmt, was alle sagen: Der Workshop ist auch super für Menschen, die vorher noch keine einzige Zeile Code gesehen haben!