Gebrautes

Neben Gin wird ja mittlerweile auch eifrig dem Craft Beer gehuldigt. Letztes Wochenende fand in Frankfurt das Craft Beer Festival statt (wo ich das German IPA von BRLO zu meinem Favoriten kürte), das den Hamburger Craft Beer Days in nichts nachsteht. Letztere finden mehrmals im Jahr direkt in den Schanzenhöfen statt. Die Auswahl ist riesig, doch leider ist das der Andrang mittlerweile auch, so dass es teilweise schon schwierig wird einen Platz zum Stehen zu finden.

Als Trostpflaster gibt es jedoch das ganze Jahr über eine noch größere Auswahl im Craft Beer Store, der – wie ich pünktlich zum Umzug erfahren habe – auch deutschlandweit bis vor die Haustür liefert. Die hauseigenen Ratsherrn Sorten gibt es hier sogar versandkostenfrei. Insbesondere den Matrosenschluck kann ich aktuell jedem ans Herz legen. Seit diesem Jahr wird er auf der großen Anlage gebraut, doch es gibt noch ein paar Flaschen von der 1. Generation aus dem letzten Jahr. Beide schmecken hervorragend und der Vergleich ist ein prima Einstieg für ein Mini-Tasting.

Wer nicht nur Durst sondern auch Hunger hat sucht am besten das Alte Mädchen direkt nebenan auf. Auch hier gibt es mehr Biersorten als man an einem Abend probieren kann (und sollte) und leckeres, wenn auch nicht ganz günstiges, Essen. Die vegetarische Auswahl ist eher klein, aber die Backwaren, die teils mit dem beim Brauprozess anfallenden Trebel gebacken werden, lohnen sich immer. Was Trebel ist erfährt man bei einer der Brauereiführungen, die ich ebenfalls uneingeschränkt empfehlen kann.

Im Gegensatz zu Hamburg wird in Frankfurt zwar gefühlt nur Apfelwein getrunken, aber nicht weit von hier wird zum Beispiel der schmackhafte Gude Stoff gebraut. Wer Lokalpatriotismus nicht scheut kann sich dort auch direkt einkleiden.

Und natürlich gibt es auch hier eine Adresse für Craft Beer: Das naïv bietet neben einer Bar auch einen Laden und diverse Tastings. Getestet habe ich das alles noch nicht, aber der Blick ins Schaufenster war vielversprechend.

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