Die Deichtorhallen

Die Deichtorhallen in Hamburg

Schon bevor ich überhaupt in Hamburg gewohnt habe zählten die Deichtorhallen, genauer das Haus der Photographie, zu meinen liebsten Kulturstätten in der Hansestadt. Die Ausstellungen sind fast ausnahmslos einen Besuch wert – außer man kommt auf die grandiose Idee, sich erst am letzten Tag auf den Weg dorthin zu machen. Dann wird man unter Umständen von einer Menschenschlange begrüßt, die bis auf den Parkplatz reicht (so ging mir die Leica Ausstellung durch die Lappen, die gerade in Berlin zu sehen ist). Zu allen anderen Zeiten ist aber meist ausreichend Raum zum Anschauen und Staunen. Jährlich werden gute aussichten und VisualLeader (aktuell zu sehen) gezeigt, die ich mir nie entgehen lasse (es sei denn ich gehe grob fahrlässig mit meiner Zeitplanung um).

Relativ neu ist das Café Fillet of Soul und die Buchhandlung in der Halle für aktuelle Kunst (beides direkt gegenüber vom Haus der Photographie). Das Angebot im Café ist für eine Museumsgastronomie erstaunlich erschwinglich (und lecker!) und unter den großen Fenstern sitzt es sich sehr schön. Der Besuch in der Buchhandlung kann dagegen etwas kostspieliger ausfallen, aber das mag durchaus an meinem Faible für Museumsshops liegen. Neben einer großen Auswahl an teils ausgefallenen Kunstbüchern (mein Favorit war ein Exemplar mit historischen Zeichnungen medizinischer Symptome), gibt es feine Kleinigkeiten und Schreibwaren, die so schön sind, dass man sich hinterher sowieso nicht traut sie zu verwenden.

Jeden 1. Donnerstag haben die Deichtorhallen für die Berufstätigen unter uns bis 21 Uhr geöffnet (ansonsten bis 18 Uhr, wie bei Museen üblich von Dienstag bis Sonntag). Ermäßigt ist man mit 6 € dabei (sonst 10 €), am Dienstagabend kostet es für alle nur 5 €.

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